Der Berner „Elephant walk“

Der Elefant unterwegs in Bern, Lichtprojekt von Michel Flückiger, 2015 ( Video-Ausschnitt)

Der Elefant unterwegs in Bern, Lichtprojekt von Michel Flückiger, 2015
( Video-Ausschnitt)

 

 

 

 

 

 

 

In den Strassen der Stadt Bern ist seit gewisser Zeit an ausgewählten Tagen ein schwarzer Elefant unterwegs, ohne Wärter aber zusammen mit einem Velofahrer. Dies ist nicht etwa ein Zufall, sondern eine Notwendigkeit. Die ungewohnte Erscheinung ist nämlich Teil eines Kunstprojekts und das Werk des Grafik-Designers Michael Flückiger. Das Projekt „Le Bruit Qui Court. Kunst ganz öffentlich.“ läuft während des ganzen Jahres 2015 und möchte die Diskussion um die Rolle der Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Bern anregen. Die Förderung vergänglicher Kunst ist eines der zentralen Themen. Gemeint ist Kunst, die nach einiger Zeit wieder verschwindet.

Zu den gelungenen Aktionen zählt Flückigers „Elephant Walk“. Der Schatten des Rüsseltieres bewegt sich in einem Kreis aus Licht auf allen grossen und kleinen Objekten, die den Strassenrand säumen. Selber bleibt das Tier unsichtbar, denn der Elefant ist eine inszenierte Schattenprojektion. Dafür hat Michael Flückiger sein Velo mit einem Geschwindigkeitsmesser, einem Projektor, einer Autobatterie und einem iPad ausgestattet. Je nach Fahrgeschwindigkeit trottet der Elefant gemächlich dahin oder rennt flink in vollem Tempo voran. Manchmal scheint er sich beinahe zu überschlagen. Macht der Velofahrer eine Pause, vertreibt sich der Elefant die Zeit mit Essen.

Der schwarze Berner Elefant spielt weiter die Hauptrolle im neuen Musikclip der Zürcher Band Legendary Lightness. Diese Band hat den Soundtrack von Flückigers Video „Elephant Walk“ beigesteuert. Medienberichten zufolge ist der Schattenelefant auch erfolgreich in den sozialen Medien unterwegs.

 

Website: Le Bruit Qui Court. Kunst ganz öffentlich.

Über Lichtfarben

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4 Antworten zu Der Berner „Elephant walk“

  1. afrikafrau schreibt:

    Was für ein super Beitrag, großartig..wow…

  2. Pamela Klesper schreibt:

    Wunderbare Idee!🙂

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