„Ohne Farbe geht nichts“

Schule für Gestaltung an der Schänzlihalde in Bern „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern Kunst macht sichtbar.“  Gerade in Zeiten visueller Überflutung gewinnt das Zitat des Schweizer Künstlers Paul Klee neu an Bedeutung. Kunst macht sichtbar, weil sie Wahrnehmungsgrenzen sprengt. Kunst provoziert, selbst reizüberflutete Betrachter.

Auch die Werbung bedient sich künstlerischer Gestaltungsmittel. «Ohne Farbe geht nichts», haben Studierende des Fachs Werbetechnik mit siebeneinhalb Meter hohen Schriftzeichen an die Aussenwände der Schule für Gestaltung an der Schänzlihalde in Bern geschrieben. Das Zitat stammt vom Johannes Itten. Der Schweizer Künstler war Dozent, Farbtheoretiker und Mitbegründer der gestalterischen Vorlehre am Bauhaus in Weimar. Diese wurde 1919 erstmals durchgeführt, mit dem Ziel, gestalterisch begabte Menschen definitive für die Aufnahme ins Bauhaus vorzubereiten.

Das Modell der Bauhaus Vorlehre ist heute integraler Bestandteil der Ausbildung für gestalterische Berufe, jedenfalls bislang. In Bern soll nun der Vorkurs durch das Sparpaket der Berner Regierung abgeschafft werden. Das geht nicht meinen die Studierenden und machen mit ihrer Aktion auf Ihr politisches Anliegen aufmerksam. Bildung ist wichtig, an ihr darf nicht gespart werden. Denn „Ohne Farbe geht nichts“.

Über Lichtfarben

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2 Antworten zu „Ohne Farbe geht nichts“

  1. debelloculinario schreibt:

    absolute zustimmung: für klee, itten und die letzte forderung deines artikels:-)

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